Nationalphilologie und ‚Vergleichende Literaturgeschichte‘ zwischen 1890 und 1910. Eine Fallstudie zur Konzeption der Wissenschaftshistoriographie der Germanistik
摘要
„Bei den Schülern eines Ranke, Helmholtz, Scherer ist durch alle Gegensätze hindurch eine gewisse Familienähnlichkeit nicht zu verkennen; Bernays steht den Individualitäten, die der ihm gewidmete Sammelband vereinigt, nicht als ihr intellektueller Urheber und Vater, sondern gewissermaßen nur als guter Onkel gegenüber.“ Mit diesem launigen Satz umriss Richard Moritz Meyer 1893 anläßlich einer Festschrift für Michael Bernays nicht allein eine große Bandbreite möglicher Lehrer-Schüler-Beziehungen – er machte mit dem Hinweis auf die „gewisse Familienähnlichkeit“ zugleich auf das zentrale Problem bei der Bestimmung des „Schule“-Begriffs aufmerksam.