Die in diesem Kapitel behandelten Romane illustrieren Landschaften, die von ökologischen Umbrüchen und von menschlichen Eingriffen geprägt sind. Diejenigen, die sich auf dieses feindliche Terrain wagen, entdecken, dass das menschliche Subjekt ein integraler Bestandteil eines weitverzweigten Netzwerks von Akteuren ist, die fähig sind, zu agieren, zu leiden und zu manipulieren. Zu dieser Erkenntnis gelangen der Erzähler in Sebalds Die Ringe des Saturn und die Protagonistin in Poschmanns Hundenovelle. Beide Hauptfiguren versuchen, sich in einem komplexen Gefüge zurechtzufinden, in dem kategoriale Trennungen wie Natur und Kultur, Mensch und Nichtmensch, Mann und Frau, rein und schmutzig nicht aufrechterhalten werden können. Sie können daher nicht auf das traditionelle dualistische Denken zurückgreifen, wie es die Romanfiguren in Morbus Kitahara und Regenroman tun. Dieses Kapitel untersucht, wie die menschlichen Subjekten in den literarischen Texten ihr Wahrnehmungs- und Vermittlungsmonopol mit der Tatsache versöhnen können, dass sie nicht länger die zentralen Handlungsträger in der ökologisch gestörten Landschaft sind.

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Müll und Vernetzung

  • Hanne Janssens

摘要

Die in diesem Kapitel behandelten Romane illustrieren Landschaften, die von ökologischen Umbrüchen und von menschlichen Eingriffen geprägt sind. Diejenigen, die sich auf dieses feindliche Terrain wagen, entdecken, dass das menschliche Subjekt ein integraler Bestandteil eines weitverzweigten Netzwerks von Akteuren ist, die fähig sind, zu agieren, zu leiden und zu manipulieren. Zu dieser Erkenntnis gelangen der Erzähler in Sebalds Die Ringe des Saturn und die Protagonistin in Poschmanns Hundenovelle. Beide Hauptfiguren versuchen, sich in einem komplexen Gefüge zurechtzufinden, in dem kategoriale Trennungen wie Natur und Kultur, Mensch und Nichtmensch, Mann und Frau, rein und schmutzig nicht aufrechterhalten werden können. Sie können daher nicht auf das traditionelle dualistische Denken zurückgreifen, wie es die Romanfiguren in Morbus Kitahara und Regenroman tun. Dieses Kapitel untersucht, wie die menschlichen Subjekten in den literarischen Texten ihr Wahrnehmungs- und Vermittlungsmonopol mit der Tatsache versöhnen können, dass sie nicht länger die zentralen Handlungsträger in der ökologisch gestörten Landschaft sind.