In Peter Szondis erstmals 1964 gehaltener Vorlesung über „Antike und Moderne in der Ästhetik der Goethezeit“ sollte die Hegel’sche Ästhetik die systematische Behandlung der wichtigsten Poetiken um 1800 abschließen. Stattdessen beendet er das Semester allerdings mit Jean Pauls „Vorschule der Ästhetik“. Die „jeanpaulsche Digression“ stellt allerdings keine nebensächliche Abschweifung dar, sondern sie lässt eine entscheidende Frage, die sich mal mehr, mal weniger versteckt durch Szondis literaturwissenschaftliches Werk zieht, aufscheinen. Szondi nennt das „den Schmetterlingen der eigenen Präokkupation […] nachjagen“. Der Beitrag fragt, worum es sich bei dieser Präokkupation handelt, und warum sie flüchtig wie ein Schmetterling bleibt.

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Auf Seitenpfaden Schmetterlingen nachjagen. Zu einem Exkurs Peter Szondis

  • Annette Wolf

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In Peter Szondis erstmals 1964 gehaltener Vorlesung über „Antike und Moderne in der Ästhetik der Goethezeit“ sollte die Hegel’sche Ästhetik die systematische Behandlung der wichtigsten Poetiken um 1800 abschließen. Stattdessen beendet er das Semester allerdings mit Jean Pauls „Vorschule der Ästhetik“. Die „jeanpaulsche Digression“ stellt allerdings keine nebensächliche Abschweifung dar, sondern sie lässt eine entscheidende Frage, die sich mal mehr, mal weniger versteckt durch Szondis literaturwissenschaftliches Werk zieht, aufscheinen. Szondi nennt das „den Schmetterlingen der eigenen Präokkupation […] nachjagen“. Der Beitrag fragt, worum es sich bei dieser Präokkupation handelt, und warum sie flüchtig wie ein Schmetterling bleibt.