Arbeitswelten: Zwischen Geographien der Arbeit und Labour Geography
摘要
In der Einleitung zum Sammelband „Arbeitswelten: Neue Perspektiven aus Räumen der Re/Produktion“ skizzieren wir die Grundlagen der Labour Geography, erläutern die Ziele und Struktur des Buches und geben einen Überblick über die Themen und Kapitel. Zunächst grenzen wir Labour Geography von einer „Geographie der Arbeit“ ab, und heben vier Merkmale einer Labour Geography hervor, die uns besonders wichtig erscheinen: den Fokus auf Labour Agency, ein ganzheitliches Arbeitsverständnis, Sichtweisen auf Raum als soziales Konstrukt, und ihren politischen Anspruch. Anschließend skizzieren wir den Begriff der „Arbeitswelten“, der als Klammer für die vielfältigen Beiträge der sechs Themenblöcke des Buches dient. Insgesamt zeigt der Sammelband, dass die Labour Geography im deutschsprachigen Raum durch eine Pluralität von Perspektiven und Forschungsansätzen geprägt ist. Der ursprünglich in der anglophonen Labour Geography tonangebende klassenanalytische und (neo‑)marxistische Ansatz wird dabei ergänzt durch vielfältige weitere Ansätze aus der Sozial‑, Kultur- und Wirtschaftsgeographie. Wir schließen, dass sich Labour Geography in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft aktuell in einem Suchprozess befindet, ein Prozess in Bewegung und ein Prozess in Arbeit ist.