Erkenntnisse aus Flügen bei der ASP-Bekämpfung
摘要
In Deutschland und vor allem in einigen osteuropäischen Ländern stellt die Afrikanische Schweinepest (ASP) eine ernsthafte Bedrohung für die Haltung von Zucht- und Nutzschweinen und für die Landwirtschaft insgesamt dar. Vor allem durch Wildschweine, breitet sich die Seuche extrem schnell aus. Im Rahmen der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hat sich bei der Suche nach Schwarz- und Fallwild der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras bewährt. Dabei sind die bei der Suche gewählte Flughöhe von durchschnittlich 100 m AGL und das meist angewendete „Rasenmäher-Flugmuster“ mit Flügen in der medizinischen Logistik durchaus vergleichbar. Um die Auswirkung auf am Boden lebende Tiere zu untersuchen, wurden 667 Flüge, die im Rahmen der ASP-Bekämpfung durchgeführt wurden, ausgewertet. Dabei konzentrierten sich die Beobachtungen nicht auf spezifische Verhaltensreaktionen der Tiere. Das Ergebnis ist, dass während der Suche unabhängig der beobachteten Tierart keine Veränderungen in der Bewegung, Beschleunigung oder im Fluchtverhalten festgestellt werden konnte. Im gesamten Beobachtungszeitraum gab es ebenfalls keinen Vorfall in Form von Kollisionen, Angriffen, Scheinangriffen oder Fluchtverhalten von Vögeln. Alle beobachteten Tiere verhielten sich so, dass davon ausgegangen werden kann, dass von der Drohne keine visuellen oder akustischen Signale ausgehen, die von Tieren als störend wahrgenommen werden.