Der hämatologisch-onkologische Arzneimittelmarkt: Datenlage
摘要
Der deutsche Onkologiemarkt gehört zu den umsatzstärksten Therapiegebieten im gesamten Arzneimittelmarkt und verzeichnete 2023 einen Umsatz von 12,7 Mrd. € bewertet nach dem Abgabepreis der pharmazeutischen Unternehmer. Der ambulante Apothekenmarkt dominiert mit ca. 70 % Umsatzanteil, das entspricht 9,2 Mrd. €. Der Klinikmarkt hingegen weist mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 16 % zwischen 2021 und 2023 ein schnelleres Wachstum auf. Onkologische Fertigarzneimittel, bewertet nach dem Abgabepreis der Hersteller, machen etwa 60 % des Umsatzes im ambulanten onkologischen Markt aus, wobei 80 % dieser Umsätze durch patentgeschützte Medikamente generiert werden. Patientenindividuelle Zubereitungen tragen mit 3,7 Mrd. € etwa 40 % zum Umsatz bei. Insgesamt sind die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) für Krebsmedikamente in den Jahren 2019–2023 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8 % stetig gestiegen und lagen 2023 bei 9,5 Mrd. €. Fertigarzneimittel und patientenindividuelle onkologische Zubereitungen unterliegen unterschiedlichen Reglementierungen. Während die Ausgaben für onkologische Fertigarzneimittel durch die Arzneimittelpreisverordnung reguliert sind, werden die Zubereitungen durch das System der „Hilfstaxe“ (Vertrag über die Preisbildung für Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen – Anlage 3) geregelt. Diese verschiedenen Preisdämpfungsinstrumente konnten in den letzten Jahren die Arzneimittelausgaben reduzieren.