Mit den Daten bevölkerungsbezogener Krebsregister lässt sich die Krebsinzidenz, das heißt die Häufigkeit, mit der Krebserkrankungen pro Jahr in einer bestimmten Bevölkerung auftreten, beschreiben. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Etwa die Hälfte der Fälle betrefen Brustdrüse, Prostata, Dickdarm und Lunge. Die Inzidenz wird differenziert nach Krebsform, Alter und Geschlecht sowie nach weiteren Merkmalen berechnet. Zuverlässige Angaben zu Inzidenz und Prävalenz sind eine unverzichtbare Voraussetzung für die Beschreibung von Ausmaß und Art der Krebsbelastung einer Bevölkerung. Zur Bewertung der Effektivität von Diagnose, Therapie und Nachsorge bei Krebserkrankungen stellen bevölkerungsbezogene Überlebensraten eine wichtige Kenngröße dar. Deutsche Registerdaten werden auch regelmäßig für große internationale Vergleichsstudien von Überlebensraten, z. B. innerhalb Europas, herangezogen. Vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung ist zwischen 2015 und 2030 in Deutschland mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um rund 23 % zu rechnen.

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Epidemiologie und Krebslast

  • Robert Dengler

摘要

Mit den Daten bevölkerungsbezogener Krebsregister lässt sich die Krebsinzidenz, das heißt die Häufigkeit, mit der Krebserkrankungen pro Jahr in einer bestimmten Bevölkerung auftreten, beschreiben. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Etwa die Hälfte der Fälle betrefen Brustdrüse, Prostata, Dickdarm und Lunge. Die Inzidenz wird differenziert nach Krebsform, Alter und Geschlecht sowie nach weiteren Merkmalen berechnet. Zuverlässige Angaben zu Inzidenz und Prävalenz sind eine unverzichtbare Voraussetzung für die Beschreibung von Ausmaß und Art der Krebsbelastung einer Bevölkerung. Zur Bewertung der Effektivität von Diagnose, Therapie und Nachsorge bei Krebserkrankungen stellen bevölkerungsbezogene Überlebensraten eine wichtige Kenngröße dar. Deutsche Registerdaten werden auch regelmäßig für große internationale Vergleichsstudien von Überlebensraten, z. B. innerhalb Europas, herangezogen. Vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung ist zwischen 2015 und 2030 in Deutschland mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um rund 23 % zu rechnen.