Die ambulante Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen erfolgt historisch durch selbstständig tätige niedergelassene Fachärzte. Seit vielen Jahren wird aber auch Krankenhäusern zunehmend die ambulante Versorgung von gesetzlich Versicherten ermöglicht. Die aktuellen gesetzgeberischen Reformen intensivieren diese Entwicklung durch Erweiterung des Katalogs für ambulantes Operieren und stationsersetzende Leistungen, die tagesstationäre Behandlung sowie die spezielle sektorengleiche Vergütung. Die veränderten Lebenseinstellungen der jungen Generation sowie die immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen halten junge Ärzte inzwischen eher davon ab, sich als selbstständige Unternehmer in einer onkologischen Praxis niederzulassen. Gleichzeitig sind 70 % der Onkologen älter als 55 Jahre. Diese Effekte bedeuten, dass nahezu jede Praxis in den nächsten Jahren einen Generationswechsel durchführen muss. Junge Nachfolger haben allerdings heute andere Anforderungen als die Ärzte früher. Insgesamt ist der Dreiklang aus veränderten Lebensumständen, die wirtschaftliche Erosion und die zunehmenden Anforderungen komplexer Strukturen (z. B. Digitalisierung, Innovationstransfer) eine Herausforderung, die professionell, modern und wirtschaftlich gut geführte Praxen erfordern.

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Vertragsärztliche Versorgung

  • Stephan Schmitz

摘要

Die ambulante Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen erfolgt historisch durch selbstständig tätige niedergelassene Fachärzte. Seit vielen Jahren wird aber auch Krankenhäusern zunehmend die ambulante Versorgung von gesetzlich Versicherten ermöglicht. Die aktuellen gesetzgeberischen Reformen intensivieren diese Entwicklung durch Erweiterung des Katalogs für ambulantes Operieren und stationsersetzende Leistungen, die tagesstationäre Behandlung sowie die spezielle sektorengleiche Vergütung. Die veränderten Lebenseinstellungen der jungen Generation sowie die immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen halten junge Ärzte inzwischen eher davon ab, sich als selbstständige Unternehmer in einer onkologischen Praxis niederzulassen. Gleichzeitig sind 70 % der Onkologen älter als 55 Jahre. Diese Effekte bedeuten, dass nahezu jede Praxis in den nächsten Jahren einen Generationswechsel durchführen muss. Junge Nachfolger haben allerdings heute andere Anforderungen als die Ärzte früher. Insgesamt ist der Dreiklang aus veränderten Lebensumständen, die wirtschaftliche Erosion und die zunehmenden Anforderungen komplexer Strukturen (z. B. Digitalisierung, Innovationstransfer) eine Herausforderung, die professionell, modern und wirtschaftlich gut geführte Praxen erfordern.