Die Differenzierung der einzelnen anorektalen Prolapsformen ist wegen der unterschiedlichen Therapieansätze von großer Bedeutung und erfolgt einfach durch die klinische Untersuchung (Pressen in Hockstellung und starre Endoskopie). Analprolaps, Hämorrhoidalbefunde und Mukosaprolaps werden primär konservativ behandelt und bei Operationsindikation durch transanale Eingriffe versorgt. Der Rektumprolaps kann sich fortschreitend vom latenten bis zum manifesten äußeren Vorfall entwickeln und betrifft überwiegend ältere weibliche Patienten. Mit zunehmender Größe äußert er sich zunächst durch ein schwer lokalisierbares Druckgefühl und eine erschwerte Stuhlentleerung, in späteren Stadien eher durch Inkontinenzsymptomatik neben der dann sichtbaren Prolapsmanifestation. Ein primär konservativer Therapieversuch ist nur bei jungen Patienten angezeigt. Ansonsten erfordert der typische äußere Rektumprolaps eine operative Therapie, wobei die Indikation durch den Leidensdruck bestimmt und die Auswahl des Verfahrens an der Prolapsgröße und Belastbarkeit des Patienten orientiert sein sollte.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Prolaps

  • Michael Stoll

摘要

Die Differenzierung der einzelnen anorektalen Prolapsformen ist wegen der unterschiedlichen Therapieansätze von großer Bedeutung und erfolgt einfach durch die klinische Untersuchung (Pressen in Hockstellung und starre Endoskopie). Analprolaps, Hämorrhoidalbefunde und Mukosaprolaps werden primär konservativ behandelt und bei Operationsindikation durch transanale Eingriffe versorgt. Der Rektumprolaps kann sich fortschreitend vom latenten bis zum manifesten äußeren Vorfall entwickeln und betrifft überwiegend ältere weibliche Patienten. Mit zunehmender Größe äußert er sich zunächst durch ein schwer lokalisierbares Druckgefühl und eine erschwerte Stuhlentleerung, in späteren Stadien eher durch Inkontinenzsymptomatik neben der dann sichtbaren Prolapsmanifestation. Ein primär konservativer Therapieversuch ist nur bei jungen Patienten angezeigt. Ansonsten erfordert der typische äußere Rektumprolaps eine operative Therapie, wobei die Indikation durch den Leidensdruck bestimmt und die Auswahl des Verfahrens an der Prolapsgröße und Belastbarkeit des Patienten orientiert sein sollte.