Motivierende Gesprächsführung kann sehr gut bei Menschen mit Intelligenzminderung angewendet werden, wenn man das Konzept an die speziellen Bedürfnisse dieses Personenkreises anpasst. Zu Beginn des Kapitels wird der Begriff der „Intelligenzminderung“ aus verschiedenen Blickrichtungen heraus definiert, und es wird auf die Problematik der „Schubladisierung“ dieser Menschen hingewiesen. MI wird sodann als geeignetes Mittel vorgestellt, um bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Intelligenzminderung eine intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung zu wecken. Das Kapitel betont die Wichtigkeit, die besondere Lebenswelt dieser Klienten zu verstehen – von den eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten bis hin zu strukturellen und sozialen Einschränkungen, die ihre Autonomie und Selbstbestimmung beeinflussen. Besonders wird darauf hingewiesen, dass Menschen mit Intelligenzminderung häufig mit sehr ambivalenten Gefühlen in Bezug auf Veränderung konfrontiert sind, die durch MI hervorragend adressiert werden können. Es liegt oft eine erlernte Hilflosigkeit und ein geringes Gefühl der Selbstwirksamkeit vor, was eine besondere Herausforderung für die Anwendung im Beratungsprozess darstellt. Dennoch bietet MI aufgrund seiner empathischen und nicht-konfrontativen Herangehensweise eine sehr erfolgversprechende Methode, um positive Verhaltensänderungen anzuregen und dadurch die Lebensqualität dieser Klientengruppe nachhaltig zu verbessern.

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MI bei erwachsenen Menschen mit Intelligenzminderung

  • Barbara Metzger

摘要

Motivierende Gesprächsführung kann sehr gut bei Menschen mit Intelligenzminderung angewendet werden, wenn man das Konzept an die speziellen Bedürfnisse dieses Personenkreises anpasst. Zu Beginn des Kapitels wird der Begriff der „Intelligenzminderung“ aus verschiedenen Blickrichtungen heraus definiert, und es wird auf die Problematik der „Schubladisierung“ dieser Menschen hingewiesen. MI wird sodann als geeignetes Mittel vorgestellt, um bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Intelligenzminderung eine intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung zu wecken. Das Kapitel betont die Wichtigkeit, die besondere Lebenswelt dieser Klienten zu verstehen – von den eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten bis hin zu strukturellen und sozialen Einschränkungen, die ihre Autonomie und Selbstbestimmung beeinflussen. Besonders wird darauf hingewiesen, dass Menschen mit Intelligenzminderung häufig mit sehr ambivalenten Gefühlen in Bezug auf Veränderung konfrontiert sind, die durch MI hervorragend adressiert werden können. Es liegt oft eine erlernte Hilflosigkeit und ein geringes Gefühl der Selbstwirksamkeit vor, was eine besondere Herausforderung für die Anwendung im Beratungsprozess darstellt. Dennoch bietet MI aufgrund seiner empathischen und nicht-konfrontativen Herangehensweise eine sehr erfolgversprechende Methode, um positive Verhaltensänderungen anzuregen und dadurch die Lebensqualität dieser Klientengruppe nachhaltig zu verbessern.