Fazit
摘要
Im Denken des Historikers Eric Hobsbawm bezieht sich der Begriff Tradition insbesondere auf ein normatives Verhalten, das in dem Sinne „lebendig“ ist, dass es sich ständig verändert. In dieser seiner Argumentation entstehen die sogenannten Traditionen nicht völlig spontan, sondern werden – möglicherweise von der jeweiligen Elite – „erfunden“ oder sie stellen einen Prozess der Neuinterpretation und Wiederentdeckung dar, der auf die Einheit von Gemeinschaften abzielt. Das Zheng ist ein sehr typisches Beispiel für eine solche „lebendige Tradition“, die sich einerseits im modernen China erfunden, als kulturelles Erbe verehrt, in den neuen Medien gefestigt und weiterentwickelt sieht, die andererseits jedoch als identitätsbildende „Tradition“ mit kultureller Bindekraft fungiert.