Palliative Care wird in der klinischen Praxis sehr häufig erst dann begonnen, wenn eine sogenannte ethische Entscheidung am Lebensende getroffen wird, beispielsweise ein Beschluss, nicht mehr zu reanimieren oder den Patienten nicht mehr auf eine Intensivstation zu verlegen. Grundsätzlich ist eine ethische Entscheidung am Lebensende aufgrund der fehlenden Sinnhaftigkeit einer kurativen Therapie oder des (mutmaßlichen) Patientenwillens zu treffen. Klinische Ethikberatung, im Speziellen ein klinisches Ethikkomitee, kann dabei unterstützen. Die Beteiligung daran erfordert ethische Grundkenntnisse und die Auseinandersetzung mit ethischen Prinzipien. Ziel ist, den betroffenen Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Pflegepersonen müssen sich in diese ethischen Diskussionen einbringen aufgrund des gesetzlichen Auftrages und des pflegerischen Berufsverständnisses, aber auch aufgrund der Tatsache, dass sie die meiste Zeit mit den Patienten verbringen und sie daher oft die stärkste Beziehung aus dem Betreuungsteam mit den Patienten haben. Eine gemeinsame multidisziplinäre Entscheidungsfindung sollte unbedingt die Betroffenen und deren Bezugspersonen miteinbeziehen sowie die involvierten Berufsgruppen. Dadurch wird garantiert, dass möglichst alle Aspekte berücksichtigt werden, und die Gefahr reduziert, aufgrund von Werten und Normen einzelner Personen zu entscheiden. Zentral stehen die Wünsche und Werte und Normen des Betroffenen, die auch in verschiedenen Formen der Vorsorgeplanung für das Lebensende festgehalten werden können. „Wir regeln den Eintritt in das Leben, es wird Zeit, dass wir auch den Austritt regeln“ (Frisch 2012).

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Klinische Ethikberatung und Möglichkeiten der Vorsorgeplanung für das Lebensende

  • Sabine Ruppert,
  • Alexandra Hornek

摘要

Palliative Care wird in der klinischen Praxis sehr häufig erst dann begonnen, wenn eine sogenannte ethische Entscheidung am Lebensende getroffen wird, beispielsweise ein Beschluss, nicht mehr zu reanimieren oder den Patienten nicht mehr auf eine Intensivstation zu verlegen. Grundsätzlich ist eine ethische Entscheidung am Lebensende aufgrund der fehlenden Sinnhaftigkeit einer kurativen Therapie oder des (mutmaßlichen) Patientenwillens zu treffen. Klinische Ethikberatung, im Speziellen ein klinisches Ethikkomitee, kann dabei unterstützen. Die Beteiligung daran erfordert ethische Grundkenntnisse und die Auseinandersetzung mit ethischen Prinzipien. Ziel ist, den betroffenen Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Pflegepersonen müssen sich in diese ethischen Diskussionen einbringen aufgrund des gesetzlichen Auftrages und des pflegerischen Berufsverständnisses, aber auch aufgrund der Tatsache, dass sie die meiste Zeit mit den Patienten verbringen und sie daher oft die stärkste Beziehung aus dem Betreuungsteam mit den Patienten haben. Eine gemeinsame multidisziplinäre Entscheidungsfindung sollte unbedingt die Betroffenen und deren Bezugspersonen miteinbeziehen sowie die involvierten Berufsgruppen. Dadurch wird garantiert, dass möglichst alle Aspekte berücksichtigt werden, und die Gefahr reduziert, aufgrund von Werten und Normen einzelner Personen zu entscheiden. Zentral stehen die Wünsche und Werte und Normen des Betroffenen, die auch in verschiedenen Formen der Vorsorgeplanung für das Lebensende festgehalten werden können. „Wir regeln den Eintritt in das Leben, es wird Zeit, dass wir auch den Austritt regeln“ (Frisch 2012).