Kap. 6 beleuchtet die logistischen Herausforderungen und Optimierungspotenziale in Produktionsbereichen. Ausgangspunkt ist die Anwendung und Erweiterung der in den Kap.  4 und  5 entwickelten Modelle auf die Analyse vernetzter Produktionsbereiche. Ein zentrales Element ist das „Modell der Fertigungssteuerung“, mit dem die Beziehungen zwischen Auftragsfreigabe, Kapazitätssteuerung, Reihenfolgebildung und logistischen Zielgrößen wie Durchlaufzeit und Termintreue verdeutlicht werden. Für die Analyse werden zwei Ansätze vorgestellt: Die Auftragsdurchlaufanalyse betrachtet den gesamten Produktionsbereich als „Trichter“, der durch Zu- und Abgänge charakterisiert wird. Mit differenzierten Analysen lassen sich beispielsweise Effekte von Auftragspriorisierungen und produktgruppenspezifischer Einflussfaktoren auf die logistischen Leistungsgrößen aufzeigen. Dagegen konzentriert sich die Engpassorientierte Logistikanalyse auf die Identifikation und Optimierung kritischer Arbeitssysteme. Methodische Werkzeuge wie Materialflussanalysen und Ressourcenportfolios unterstützen die Quantifizierung logistischer Potenziale. Praxisbeispiele verdeutlichen den Mehrwert dieser Ansätze für die betriebliche Praxis. Insgesamt bieten die vorgestellten Modelle und Methoden eine fundierte Grundlage zur datenbasierten Optimierung von Produktionsprozessen hinsichtlich Effizienz, Kosten und Termintreue.

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Der Produktionsbereich

  • Peter Nyhuis,
  • Matthias Schmidt

摘要

Kap. 6 beleuchtet die logistischen Herausforderungen und Optimierungspotenziale in Produktionsbereichen. Ausgangspunkt ist die Anwendung und Erweiterung der in den Kap.  4 und  5 entwickelten Modelle auf die Analyse vernetzter Produktionsbereiche. Ein zentrales Element ist das „Modell der Fertigungssteuerung“, mit dem die Beziehungen zwischen Auftragsfreigabe, Kapazitätssteuerung, Reihenfolgebildung und logistischen Zielgrößen wie Durchlaufzeit und Termintreue verdeutlicht werden. Für die Analyse werden zwei Ansätze vorgestellt: Die Auftragsdurchlaufanalyse betrachtet den gesamten Produktionsbereich als „Trichter“, der durch Zu- und Abgänge charakterisiert wird. Mit differenzierten Analysen lassen sich beispielsweise Effekte von Auftragspriorisierungen und produktgruppenspezifischer Einflussfaktoren auf die logistischen Leistungsgrößen aufzeigen. Dagegen konzentriert sich die Engpassorientierte Logistikanalyse auf die Identifikation und Optimierung kritischer Arbeitssysteme. Methodische Werkzeuge wie Materialflussanalysen und Ressourcenportfolios unterstützen die Quantifizierung logistischer Potenziale. Praxisbeispiele verdeutlichen den Mehrwert dieser Ansätze für die betriebliche Praxis. Insgesamt bieten die vorgestellten Modelle und Methoden eine fundierte Grundlage zur datenbasierten Optimierung von Produktionsprozessen hinsichtlich Effizienz, Kosten und Termintreue.