Wasser zwischen Landschaft und Element. Wasserlandschaften in gartenkundlichen und literarischen Diskursen um 1800
摘要
Mit Entwicklung der englischen Landschaftsgärten gehen theoretische und literarische Reflexionen zum Thema ‚Wasserlandschaft‘ einher. Wasser erweist sich aufgrund seiner Vitalkraft und Elementarität als fremde Entität, die sowohl fasziniert als auch abschreckt. Gartentheoretiker wie Horace Walpole und Christian Cay Lorenz Hirschfeld versuchen insofern in ihren theoretischen Schriften die aquatische Unzulänglichkeit mit Hilfe von materiell-ästhetischen Zugriffsmöglichkeiten zu überwinden. Demgegenüber erproben Literat:innen wie Wolfgang von Goethe, Novalis, Bettina von Arnim und Achim von Arnim Darstellungsweisen des Aquatischen als genuin Fremdes. Wenn in beiden Fällen Wasser in Bezug auf das (künstlerische) Subjekt gedacht wird, lassen sich hier auch Reflexionen über das Verhältnis von Natur und Kultur ablesen, die vor allem im Kontext der literarischen Texte zu produktiven Neuperspektivierungen führen.