Wasser als morphologische Kraft
摘要
Das Wasser hat von sich aus keine Form, kann aber in Kohabitation mit festen Umgebungen nahezu jede Form einnehmen. Wasser trägt aber auch aktiv zur Morphologie der Erde bei. Der Aufsatz geht der Phänomenologie, den Formkräften und Ausdrucksgestalten des Wassers in der Bildung von Landschaften nach. Das Wasser bildet das System der Hydrosphäre. An ihrem Zusammenspiel mit der Lithosphäre, der Atmosphäre sowie mit dem Licht und dem Feuer (als den Elementen der Energie) erkennt man die kreativen und destruktiven Gewalten der Natur, in der das empfindliche Leben eingebettet ist: die Biosphäre. Alles Leben und alle Kultur hängen von Wasser und den weiteren elementaren Sphären ab – und zugleich wirkt Wasser auf alle Verhältnisse der Erde ein. Was in der Zeit um 1800 Sympoiesis und selbstorganisierte Morphologie genannt wurde und sich als ganzheitliche Landschaftsästhetik entwickelte, arbeitet der Ökosystem-Forschung im Anthropozän zu.