Genfer Kontext
摘要
In der Rezeptionsgeschichte Rousseaus wird immer wieder auf seine „Genfer Herkunft“ und den „Genfer Kontext“ seiner Arbeiten verwiesen. Tatsächlich ist die Schweizer Identität für ihn prägend gewesen. Auch wenn Rousseau seine Heimatstadt bereits im Alter von 15 Jahren verließ, waren seine Genfer Kindheit und Erziehung entscheiden für ihn, wie seine Confessions deutlich machen. Auch später hat er seinen Bezug zur Schweiz und zu seiner Heimatstadt nicht aufgegeben. So unterhielt er Zeit seines Lebens engen Kontakt zu Schweizern und Exilschweizern. Dazu gehörte natürlich auch die in Vevey am Genfersee geborene Françoise-Louise de Warens, in deren Haushalt er 1728 aufgenommen wurde und bei der er (mit Unterbrechungen) bis 1742 blieb. Ihr verdankte er, nach der rudimentären Einführung durch seinen Vater, die Grundlagen seiner persönlichen und wissenschaftlich-künstlerischen Bildung. Sein letzter Eintrag in den Rêveries, an denen er bis zu seinem Tod schrieb und die ihn an die schönsten Momente in seinem Leben erinnern sollten, war ihr gewidmet.