Rousseau richtet über Jean-Jacques/Les Dialogues ou Rousseau juge de Jean-Jacques (1780)
摘要
Lange Zeit, zumindest bis zur kritischen Edition im Rahmen der Pléiade-Gesamtausgabe, galten die Diologues weniger als ein Werk, das diesen Namen verdient, denn als ein Dokument, das entweder nur die Befindlichkeiten seines Autors widerspiegelt oder, schlimmer noch, als Zeugnis einer „Paranoia“ angesehen werden kann (Perrin 2011). Was die literarische Qualität des Textes betrifft, so wurde vor allem sein trotz der dialogischen Anlage grundsätzlich monologischer Charakter hervorgehoben (Rosenberg 1988; Wertheimer 1990, 57–70). Und es wurde darauf verwiesen, was Rousseau bereits in seiner „Vorrede“ deutlich gemacht, nämlich dass der Text von „Unordnung“ und „Wiederholungen“ nur so wimmle (OC I, 665; Rousseau 1978, II, 260), weshalb der Leser seiner schnell überdrüssig werde.