Die Rolle von Teams, Arbeitsgestaltung und Arbeitsumgebung für umweltfreundliches Verhalten am Arbeitsplatz
摘要
Menschen sind soziale Wesen, die sich mit unterschiedlichen Gruppen, wie zum Beispiel einem Team im Arbeitskontext, verschieden stark identifizieren. Die umweltbezogenen Ziele und Normen einer Gruppe, die Identifikation mit dieser Gruppe, die kollektive Wirksamkeitserwartung und die gegenseitige soziale Unterstützung der Gruppenmitglieder können beeinflussen, ob und in welchem Ausmaß sich Beschäftigte umweltfreundlich verhalten. Umweltfreundliche Teamaktivitäten können negative Umwelteinflüsse (ökologischer Fußabdruck) reduzieren oder positive Umwelteinflüsse haben (ökologischer Handabdruck). Neben Teamfaktoren kann die Gestaltung von Arbeit und Arbeitsprozessen umweltfreundliches Verhalten fördern. In dieser Hinsicht sind insbesondere die Aspekte Arbeitsautonomie und Empowerment, zeitliche, infrastrukturelle, finanzielle und soziale Ressourcen am Arbeitsplatz, sowie Arbeitsanforderungen (zum Beispiel hoher Zeitdruck) relevant. Neben der „top-down“ Arbeitsgestaltung durch die Organisation und Führungskräfte können Beschäftigte ihre Arbeit auch „bottom-up“ durch „Green Job Crafting“ umweltfreundlicher gestalten. Dabei werden die eigenen Aufgaben, Arbeitsprozesse und Beziehungen im Arbeitskontext proaktiv so verändert, dass sie stärker zu ökologischer Nachhaltigkeit beitragen. Weiterhin kann durch die Veränderung der physischen und technischen Arbeitsumgebung, also der infrastrukturellen Rahmenbedingungen, umweltfreundliches Verhalten einfacher gemacht (mittels Nudges), an umweltfreundliches Verhalten erinnert (mittels Prompts/Hinweise) sowie umweltschädliches Verhalten erschwert werden.