Die Lücke zwischen der Wahrnehmung von Umweltkrisen und eigenem umweltfreundlichem Verhalten lässt sich auf strukturelle Hürden, aber auch auf psychische Handlungshemmnisse zurückführen. Zu letzteren Faktoren gehören fehlendes, eingeschränktes oder fehlerhaftes Wissen; wirtschaftliche, religiöse oder technologiebezogene Weltanschauungen; soziale Vergleiche, wahrgenommene soziale Distanz und Verantwortungsdiffusion; unumkehrbare Kosten und kognitive Dissonanz; sowie wahrgenommene Risiken und begrenztes Handeln. Darüber hinaus existieren verschiedene individuelle Einflussfaktoren, die speziell umweltfreundliches Verhalten am Arbeitsplatz begünstigen können. Drei direkte Determinanten sind umweltbezogenes Wissen, Fertigkeiten und Motivation. Indirekte Determinanten, welche umweltfreundliches Verhalten über die direkten Determinanten beeinflussen, sind unter anderem persönliche Einstellungen und Werte, persönliche Normen und Ziele, wahrgenommene Kontrolle und Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitseigenschaften und demografische Merkmale, sowie kognitive und emotionale Prozesse (zum Beispiel Klimaangst). Zu den individuellen Konsequenzen umweltfreundlichen Verhaltens am Arbeitsplatz gehören unter anderem Arbeitsleistung, Arbeitseinstellungen und Wohlbefinden. Hierbei kommt es vor allem auf die Passung zwischen den umweltbezogenen Merkmalen eines Arbeitsplatzes und den umweltbezogenen Eigenschaften einer Person an. Weiterhin kann umweltfreundliches Verhalten in der Gegenwart sich positiv oder negativ auf dasselbe oder ein anderes zukünftiges umweltfreundliches Verhalten im Arbeitskontext auswirken (sogenannte „Spillover-Effekte“).

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Individuelle Einflussfaktoren von umweltfreundlichem Verhalten am Arbeitsplatz

  • Sarah Rietze,
  • Clara Kühner,
  • Hannes Zacher

摘要

Die Lücke zwischen der Wahrnehmung von Umweltkrisen und eigenem umweltfreundlichem Verhalten lässt sich auf strukturelle Hürden, aber auch auf psychische Handlungshemmnisse zurückführen. Zu letzteren Faktoren gehören fehlendes, eingeschränktes oder fehlerhaftes Wissen; wirtschaftliche, religiöse oder technologiebezogene Weltanschauungen; soziale Vergleiche, wahrgenommene soziale Distanz und Verantwortungsdiffusion; unumkehrbare Kosten und kognitive Dissonanz; sowie wahrgenommene Risiken und begrenztes Handeln. Darüber hinaus existieren verschiedene individuelle Einflussfaktoren, die speziell umweltfreundliches Verhalten am Arbeitsplatz begünstigen können. Drei direkte Determinanten sind umweltbezogenes Wissen, Fertigkeiten und Motivation. Indirekte Determinanten, welche umweltfreundliches Verhalten über die direkten Determinanten beeinflussen, sind unter anderem persönliche Einstellungen und Werte, persönliche Normen und Ziele, wahrgenommene Kontrolle und Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitseigenschaften und demografische Merkmale, sowie kognitive und emotionale Prozesse (zum Beispiel Klimaangst). Zu den individuellen Konsequenzen umweltfreundlichen Verhaltens am Arbeitsplatz gehören unter anderem Arbeitsleistung, Arbeitseinstellungen und Wohlbefinden. Hierbei kommt es vor allem auf die Passung zwischen den umweltbezogenen Merkmalen eines Arbeitsplatzes und den umweltbezogenen Eigenschaften einer Person an. Weiterhin kann umweltfreundliches Verhalten in der Gegenwart sich positiv oder negativ auf dasselbe oder ein anderes zukünftiges umweltfreundliches Verhalten im Arbeitskontext auswirken (sogenannte „Spillover-Effekte“).