Panoramatik und Krise
摘要
In der literaturdidaktisch-empirischen Forschung wird seit längerem eine eigentümliche Unklarheit in der Bestimmung der Ziele von Literaturunterricht registriert. Diese Unklarheit zeigt sich jedoch nicht allein in der Empirie, sondern auch in klassischen Konzepten zwischen literarischer Kompetenz, literarischem Lernen und literarischer Bildung. Eine solche Unklarheit bzw. Unentschiedenheit wird im vorliegenden Beitrag mit einem Verständnis von Krise kontrastiert, das eine in einer krisenhaften Situation eigentlich notwendige Entscheidung herausfordert. Gerade diese Entscheidung hat die Literaturdidaktik aber bisher nicht umgesetzt, was als fachinternes Charakteristikum herausgearbeitet wird. Als Ausblick werden Perspektiven aus der Unterrichtspraxis aufgegriffen, die die universitäre Literaturdidaktik dazu auffordern, ihre Relevanz (über die beschriebenen Fachinterna hinaus) für die sogenannte Lebenswelt zu bedenken.