Einleitung
摘要
Welche Rolle spielt die öffentliche Darstellung des schriftstellerischen Arbeitens und Lebens für das Phänomen ‚Kurzeck‘? Handelt es sich trotz der Positionierung im Zeichen eines hochkulturellen Literaturbegriffs und autonomieästhetischer Postulate um zielgruppengerechte Werbung oder bleibt Kurzeck strikt bei seinem Thema, erzählt seine Geschichte allerorts weiter – unabhängig von solchen weltlichen Einschränkungen wie Buchdeckeln, Rahmenbedingungen und -anforderungen? Kurzecks Mittel, um Literatur zu erzeugen – und sei es die Schreibmaschine –, sind alles andere als aus der Zeit gefallen. Seine Literatur steht weder verloren noch unabhängig in einem literarischen Feld, das durch aufmerksamkeitsökonomische Praktiken, Marktlogiken, Massenmedien und Publikumserwartungen geprägt ist. Sie basiert auf dieser Rahmung, nutzt sie und wirkt auf sie ein. An Kurzecks ‚Making-of‘, d. h seinen Erzählungen von der schriftstellerischen Arbeit, lassen sich gegenwärtige Feldstrukturen aufzeigen.