Der Arme und der Heilige. Kunst und Künstler im Stunden-Buch und im Buch der Bilder
摘要
Mit dem Buch über Rodin beendete Rilke im Wesentlichen, was er, in einem Brief vom 2. August 1904 an Richard Schaukal, das „Schreiben ‚über‘“ genannt hat. Rodin ist nach Worpswede Rilkes letzter bedeutender Beitrag dazu. Fortan schrieb er keine ‚Sachbücher‘ mehr. Zwar entwarf er noch das eine oder andere Vorhaben, etwa einen großen Essay über den spanischen Maler Ignacio Zuloaga, doch nichts davon führte er aus. Nachdem Rodin Anfang 1903 erschienen war, wandte er sich vollends wieder der eigenen Lyrik zu, im Jahr danach auch der Prosa. Er nahm sich, erneut, zwei Arbeiten vor, die er noch in Deutschland begonnen hatte: Das Buch der Bilder und Das Stunden-Buch. Das erste, 1902 gedruckt, noch während der Worpsweder Zeit, schien ihm irgendwann noch nicht fertig, das zweite hatte er nach der Russland-Reise begonnen, aber lange nicht vollenden können.