Kurzdarmsyndrom bei Kindern
摘要
Das Kurzdarmsyndrom stellt bei Kindern die häufigste Krankheitsgruppe im medizinischen Komplex des chronischen Darmversagens (CDV) dar. Der angeborene bzw. verbliebene Magen-Darm-Trakt betroffener Patienten ist nicht in der Lage ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe aufzunehmen, so dass eine Abhängigkeit von künstlicher, heimparenteraler Ernährung resultiert. Als erfolgreichstes Behandlungskonzept haben sich hierbei die multidisziplinären intestinalen Rehabilitations-Programme herauskristallisiert. Wesentliche Ziele sind das Überleben mit größtmöglicher gesundheitsbezogener Lebensqualität unter Vermeidung von assoziierten Komplikationen und der Notwendigkeit zur Darmtransplantation sicherzustellen. Das Wiedererlangen der enteralen Autonomie im Gegensatz zum Zustand des irreversiblen chronischen Darmversagens ist für die Patienten ein herausragendes Ziel, welches jedoch von den individuellen anatomischen Voraussetzungen und Möglichkeiten zur intestinalen Adaptation abhängt. Für eine optimierte intestinale Adaptation ist die oral-enterale Ernährung von herausragender Bedeutung. In diesem Kapitel wird das pädiatrische Kurzdarmsyndrom unter anderem mit Blick auf die vielfältige Ätiologie und Pathophysiologie, die Kernelemente eines intestinalen Rehabilitationsprogramms, aber auch auf die anatomische Klassifikation nach chirurgischer Resektion inklusive ihrer Bedeutung für die Prognose beschrieben.