Warum ist eine Blutvergiftung auch heute noch lebensgefährlich?
摘要
Im Mittelalter waren schon kleinere Verletzung gefährlich und größere Wunden, die beispielsweise durch Schwertkämpfe zugefügt wurden, waren lebensgefährlich. Das lag häufig nicht daran, dass essentielle Organe verletzt wurden, sondern dass Bakterien in großen Mengen in die Blutbahn gelangten. Die Behandlungsmethoden durch Ärzte und sonstige Heiler taten ihr Übriges, da es damals noch kein Verständnis von Hygiene gab. Wunden und Operationsbesteck wurden nicht desinfiziert und Händewäschen war keine Tradition. Weiterhin war das sog. Kindbettfieber eine häufige Todesursache von gebärenden Frauen, da auch hier meist nicht auf Hygiene geachtet wurde. Vor der Entwicklung von Mikroskopen im 17. Jahrhundert gab es keinerlei Wissen über Mikroben. Trotzdem dauerte es bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, bis sich die Grundzüge der Hygiene langsam in Krankenhäusern durchsetzen. Parallel dazu wurden in den Städten Abwasserkanalisationen eingeführt. Trotzdem kam es noch 1892, also vor nur gut 130 Jahren, in Hamburg zu einer schweren Choleraepidemie, an der mehr als 8000 Menschen starben.