In der Biografisch-Systemischen Spieltherapie (BSST) ist ein breites Spektrum von Therapeutenverhalten möglich – von eher passiv beobachtend bis aktiv begrenzend oder modellierend. ◘ Abb. 6.1 veranschaulicht das Kontinuum der Direktivität, auf dem sich Therapeut:innen in Abstimmung auf das Kind verorten. Die BSST berücksichtigt, dass die verschiedenen Patienten mit ihren individuellen Lebensgeschichten und dem sehr unterschiedlichen Spielverhalten jeweils eine auf sie und die jeweilige Spielsituation abgestimmte Therapeutenantwort benötigen. BSST-Therapeut:innen müssen ein breites Interventionsspektrum beherrschen und dieses abgestimmt auf die Patient:innen und das therapeutische Ziel einsetzen. Die Entscheidung, wie sehr Therapeut:innen das Spiel durch eigene Spielbeiträge thematisch lenken oder eher begleiten erfolgt in feinfühliger Abstimmung mit dem kindlichen Verhalten. In diese Abstimmung fließt mit ein, wie aktiv das Kind selbst spielt (je aktiver das Kind, desto aktiver auch die Therapeut:innen), welche therapeutische Zielsetzung das Spiel hat (in Verstehensphasen werden Therapeut:innen eher beobachten und begleiten, in Veränderungsphasen eher aktiv intervenieren) und ob eine tragfähige Spielbeziehung besteht (je vertrauter das Kind spielt, desto eher können Therapeut:innen mit eigenen Spielbeiträgen lenkend aktiv werden).

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Vom Erstgespräch bis zur Behandlungsplanung

  • Emily Carroll,
  • Gerhard Zarbock

摘要

In der Biografisch-Systemischen Spieltherapie (BSST) ist ein breites Spektrum von Therapeutenverhalten möglich – von eher passiv beobachtend bis aktiv begrenzend oder modellierend. ◘ Abb. 6.1 veranschaulicht das Kontinuum der Direktivität, auf dem sich Therapeut:innen in Abstimmung auf das Kind verorten. Die BSST berücksichtigt, dass die verschiedenen Patienten mit ihren individuellen Lebensgeschichten und dem sehr unterschiedlichen Spielverhalten jeweils eine auf sie und die jeweilige Spielsituation abgestimmte Therapeutenantwort benötigen. BSST-Therapeut:innen müssen ein breites Interventionsspektrum beherrschen und dieses abgestimmt auf die Patient:innen und das therapeutische Ziel einsetzen. Die Entscheidung, wie sehr Therapeut:innen das Spiel durch eigene Spielbeiträge thematisch lenken oder eher begleiten erfolgt in feinfühliger Abstimmung mit dem kindlichen Verhalten. In diese Abstimmung fließt mit ein, wie aktiv das Kind selbst spielt (je aktiver das Kind, desto aktiver auch die Therapeut:innen), welche therapeutische Zielsetzung das Spiel hat (in Verstehensphasen werden Therapeut:innen eher beobachten und begleiten, in Veränderungsphasen eher aktiv intervenieren) und ob eine tragfähige Spielbeziehung besteht (je vertrauter das Kind spielt, desto eher können Therapeut:innen mit eigenen Spielbeiträgen lenkend aktiv werden).