Im Sinne der Biografisch-systemischen Verhaltenstherapie (BSVT) (Zarbock, 2008) werden auch in der Biografisch-Systemischen Spieltherapie (BSST) Entstehungs-, Erstauftritts- und aufrechterhaltende Bedingungen unterschieden. Dabei berücksichtigen wir die Zielgruppe der Spieltherapie (4- bis 12-Jährige) besonders, indem wir die kindliche Entwicklung in dieser Phase in den Vordergrund stellen. Die Reflexion und Konzeptualisierung eines individuellen Störungsmodells ist aus unserer Sicht unverzichtbare Voraussetzung für eine gelingende Spieltherapie. In der Spieltherapie spielt das Kind spontan entlang seiner in der Spielsituation aktualisierten innerpsychischen oder interaktionellen Themen (in der BSST bezeichnen wir die inneren Prozesse, die das konkrete Verhalten steuern, als Regulationsebene; hierauf wird in Abschn. ► 3.4 näher eingegangen). Wir schließen uns dem Spieltherapieforscher Mogel (2008) an in seinen Annahmen, dass das kindliche Spiel nicht nur geeignet ist, um Informationen über die Fantasie und den Entwicklungsstand des Kindes zu erhalten, sondern dass sich im Spiel darüber hinaus zeigt, wie das Kind seine Umwelt erlebt. Gleichzeitig sollte das kindliche Spiel im diagnostischen Prozess nicht isoliert für sich betrachtet werden, sondern in Kombination mit der Anamnese der Biografie und Lebenswelten des Kindes.

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Das Störungsmodell in der Biografisch-Systemischen Spieltherapie

  • Emily Carroll,
  • Gerhard Zarbock

摘要

Im Sinne der Biografisch-systemischen Verhaltenstherapie (BSVT) (Zarbock, 2008) werden auch in der Biografisch-Systemischen Spieltherapie (BSST) Entstehungs-, Erstauftritts- und aufrechterhaltende Bedingungen unterschieden. Dabei berücksichtigen wir die Zielgruppe der Spieltherapie (4- bis 12-Jährige) besonders, indem wir die kindliche Entwicklung in dieser Phase in den Vordergrund stellen. Die Reflexion und Konzeptualisierung eines individuellen Störungsmodells ist aus unserer Sicht unverzichtbare Voraussetzung für eine gelingende Spieltherapie. In der Spieltherapie spielt das Kind spontan entlang seiner in der Spielsituation aktualisierten innerpsychischen oder interaktionellen Themen (in der BSST bezeichnen wir die inneren Prozesse, die das konkrete Verhalten steuern, als Regulationsebene; hierauf wird in Abschn. ► 3.4 näher eingegangen). Wir schließen uns dem Spieltherapieforscher Mogel (2008) an in seinen Annahmen, dass das kindliche Spiel nicht nur geeignet ist, um Informationen über die Fantasie und den Entwicklungsstand des Kindes zu erhalten, sondern dass sich im Spiel darüber hinaus zeigt, wie das Kind seine Umwelt erlebt. Gleichzeitig sollte das kindliche Spiel im diagnostischen Prozess nicht isoliert für sich betrachtet werden, sondern in Kombination mit der Anamnese der Biografie und Lebenswelten des Kindes.