Barthes in Asien
摘要
Im japanischen sowie chinesischen Sprachraum Asiens floriert die Rezeption der Schriften von Roland Barthes seit langem. Dass die beiden Länder, die Barthes im fernen Osten besucht hat, Japan und China sind, erhöht zweifellos das Interesse an ihm insbesondere in diesen Regionen. Dazu tragen die Übersetzungsarbeiten bei, obwohl die Schwierigkeit, Barthes’ Schriften zu übersetzen, sowohl im japanisch- als auch im chinesischsprachigen Raum betont wird. Besonders in Japan begann hinsichtlich der Einführung des Strukturalismus aus Frankreich die Rezeption von Barthes bereits in den 1960er-Jahren. Barthes wurde zwar in erster Linie als Literaturkritiker gewürdigt, aber auch als Kulturkritiker spielte seine semiotische Methode interdisziplinär eine wichtige Rolle. Die Veröffentlichung von Barthes’ Schriften auf Chinesisch, die in den 1990er-Jahren begann, verlagerte ihr Zentrum von Taipeh nach Peking. Parallel dazu wurde die Analyse der Rolle des Taoismus bei Barthes neben der vergleichenden semiologischen Kulturanalyse zur zentralen Aufgabe der Barthes-Studien.