Unter allen künstlerischen Formen, mit denen Barthes sich beschäftigt hat, nimmt das Theater eine Sonderstellung ein. Von seinen frühen Schriften dazu in Théâtre populaire bis hin zu Die helle Kammer setzt er sich explizit oder implizit mit dem Theater und seinem Phänomenkreis auseinander: Dazu gehören etwa die Bühne, die Maske, die Verkörperung und die Szene. Barthes’ Liebe zum Theater, wie auch die Revision seines Zustandes und seiner Potentiale, wird ihn auch in den Zuschauerraum begleiten: Er sieht viele Stücke und verfasst zahlreiche Theaterkritiken in unterschiedlichen Publikationen. Mit Beginn der Sechzigerjahre nimmt Barthes’ explizite Beschäftigung mit dem Theater, insbesondere konkreten Inszenierungen, immer weiter ab. Für Barthes ist die körperliche Dimension die entscheidende: Theatralität ist die Aufmerksamkeit für die materielle, das heißt körperliche Verfasstheit des Denkens und des Sprechens.

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Text und Theater bei Barthes

  • Melanie Reichert

摘要

Unter allen künstlerischen Formen, mit denen Barthes sich beschäftigt hat, nimmt das Theater eine Sonderstellung ein. Von seinen frühen Schriften dazu in Théâtre populaire bis hin zu Die helle Kammer setzt er sich explizit oder implizit mit dem Theater und seinem Phänomenkreis auseinander: Dazu gehören etwa die Bühne, die Maske, die Verkörperung und die Szene. Barthes’ Liebe zum Theater, wie auch die Revision seines Zustandes und seiner Potentiale, wird ihn auch in den Zuschauerraum begleiten: Er sieht viele Stücke und verfasst zahlreiche Theaterkritiken in unterschiedlichen Publikationen. Mit Beginn der Sechzigerjahre nimmt Barthes’ explizite Beschäftigung mit dem Theater, insbesondere konkreten Inszenierungen, immer weiter ab. Für Barthes ist die körperliche Dimension die entscheidende: Theatralität ist die Aufmerksamkeit für die materielle, das heißt körperliche Verfasstheit des Denkens und des Sprechens.