Exkurs II: Tod der Pappkameraden
摘要
In seiner etwas blasierten Monographie zur Kulturindustrie (2018) bezieht Heinz Steinert sich auf Clint Eastwood als Kritiker einer „Fusion zwischen Politik und Kulturindustrie“ (S. 33). Freilich führt Steinert nur den späten Eastwood dafür an, in Tradition der wohlfeilen Rezeption, die der Kalifornier seit den 1990er Jahren im Großfeuilleton genießt, nachdem seine Arbeiten zuvor jahrzehntelang allenfalls mit Naserümpfen notiert worden waren. Eastwood aber ist seit jeher einer der reflektiertesten politischen Filmemacher im Herzen der Kulturindustrie. Staatskapitalismus und Staatsgewalt – nirgendwo wurde und wird die Dialektik komplexer verhandelt als in Eastwoods DIRTY HARRY (1971).