„Die Wassernoth im Emmenthal am 13. August 1837“
摘要
Eine große Unwetter- und Überschwemmungskatastrophe am 13. August 1837 im Emmental wird für Gotthelf zunächst zum journalistischen Schreibanlass: Am 3. September 1837 berichtet er im Berner Volksfreund über das „wasserbeschädigte Emmental“ (SW EB 13, 80 f.), und er erhält vom Burgdorfer Verleger Langlois eine Entschädigung „für genommenen Augenschein an Ort und Stelle“ (SW EB 8, 299). Im Frühjahr 1838 macht er sich an die Ausarbeitung eines längeren Prosatextes; zwei Vorstufen sind erhalten (SW 15, 334–385). Die Endfassung erscheint bei Langlois als eigene, 77-seitige Broschüre im Sommer 1838, ein Jahr nach dem Ereignis. Trotz dem nüchternen, sachbezogenen Titel Die Wassernoth im Emmenthal am 13. August 1837 ist sie mit „Jeremias Gotthelf“ gezeichnet, seit dem wenig zuvor erschienenen Bauern-Spiegel das literarische Pseudonym von Albert Bitzius. 1852 erscheint bei Springer eine „zweite, durchgesehene Ausgabe“. Sie ist Grundlage der Ausgabe in den Sämtlichen Werken, die aber einige sprachliche Änderungen der Zweitfassung rückgängig macht und eigene Konjekturen einführt (SW 15, 472 f.). Dieser hybride Text liegt den späteren Neuausgaben zu Grunde. Erst die Historisch-kritische Gesamtausgabe (HKG) hat 2024 den Erstdruck wieder integral geboten (HKG E.2.1).