„Der Ball“
摘要
Bezeichnend für Gotthelfs Erzählungen ist, dass er viele davon auf Anfrage schrieb (SW 21, 338). Verleger und Herausgeber deutschsprachiger Volkszeitschriften, -blätter und -kalender warben um seine Literatur. So lagen ihm im Jahr 1851 zwei Anfragen von Verlegern vor, darunter diejenige von Abraham Emanuel Fröhlich für dessen schweizerischen Almanach Alpenrosen auf das Jahr 1853 (ebd., 342). Es war nicht das erste Mal, dass Gotthelf auf das im Jahr 1844 entstandene, nie veröffentlichte Romanmanuskript ohne Titel, das später in Gotthelfs Nachlass sein Schwiegersohn Pfarrer Albert von Rütte mit Der Herr Esau beschriftete, zurückgriff (SW EB 2, 260 f.). Er wollte, wie er es selbst im Begleitschreiben an Fröhlich formulierte, „einmal aus dem sentimentalen Gleise weg“ und „etwas Frivoleres“ schreiben (SW 21, 343). So entstand aus einer Episode des Romans Der Herr Esau (s. Kap. 9 ) die Novelle Der Ball, die erstmals von Fröhlich im Jahr 1852 in dessen Alpenrosen herausgegeben wurde (SW 21, 331).