„Wahlängsten und Nöthen des Herrn Böhneler“
摘要
Am 5.11.1848 bat Friedrich von Tschudi, mit dem Gotthelf seit 1844 in losem Briefkontakt stand, um einen Beitrag – „eine Erzählung, einen Traum, eine Sage, ein politisch Bild oder was Sie nur immer haben und schaffen“ – für die Schweizer Ausgabe der von ihm redigierten Neuen Illustrirten Zeitschrift (SW EB 18, 86). Gotthelf äußerte Bedenken, ob ihm bis Mitte Dezember eine Erzählung gelingen werde (Brief vom 11.11.1848, ebd., 86f.). In diese Bedenken mischten sich Skepsis gegen die verlegende Buchhandlung Scheitlin und Unzufriedenheit mit der Praxis von Zeitschriftenredaktionen, bloß Artikel zu bestellen, ohne genauere Angaben über „Zweck, Umfang, Tendenz, Mitarbeiter u.s.w.“ der Zeitschrift zu machen (Brief vom 23.12.1848, ebd., 87). Die anfängliche Idee, Tschudi die Polemik Doctor Dorbach zu schicken, verwarf Gotthelf (vgl. z. B. Brief vom 12.2.1849, ebd., 93) und übermittelte am 23.12. stattdessen die Erzählung Wahlängsten und Nöthen des Herrn Böhneler (ebd., 87f.). Abraham Emanuel Fröhlich gegenüber hob er die politische Stoßrichtung des Texts hervor, der weniger „scharf, doch eben so maliziös“ wie der Dorbach sei (Brief vom 18.2.1849, SW EB 7, 190).