Das postural-strukturell-biomechanische (PSB) Modell
摘要
Physiotherapeuten und Ärzte verwenden traditionell das postural-strukturell-biomechanische (PSB)-Modell und sehen häufig in Funktionsdefiziten, wie eine verminderte Beweglichkeit oder in Haltungs- und Bewegungsasymmetrien, die Schmerzursache ihrer Patienten. Der Eindruck der Kausalität entsteht, wenn durch die Untersuchung zwei gleichzeitig existierende Parameter, wie Schmerz und beispielsweise eine übermäßige LWS-Lordose, festgestellt werden. Entgegen landläufigen Meinungen sind jedoch diese vermeintlichen Defizite weder die Ursache noch ein Risikofaktor für die Schmerzentstehung. Sie sind oft entweder ein Treiber oder die Folge eines schmerzhaften Zustands oder eine variable Ausprägung des Normalen, die bei asymptomatischen Menschen ähnlich häufig vorkommt, wie bei symptomatischen Patienten. Die Pathologisierung des Normalen könnte zu Fehlschlüssen und reduzierter Aufklärungs- und Therapiewirksamkeit führen.