Bergsport ist im Sinne von adaptiertem körperlichem Training in alpiner Umgebung eine wertvolle Option oder Ergänzung in der Rehabilitation somatischer Erkrankungen, deren Wirksamkeit und sichere Durchführbarkeit für breite Patient:innengruppen außer Frage steht. Eine generelle Überlegenheit gegenüber anderen Trainingsmodalitäten bzw. einer Durchführung im Flachland ist bisher allerdings nicht belegt. In Anbetracht der Plausibilität der Hypothese sollte dieses Forschungsdefizit dringlich in randomisierten kontrollierten Studien mit adäquater Fallzahl aufgearbeitet werden. Dabei sind sowohl die Effektivität der Rehabilitationsmaßnahme selbst als auch deren Nachhaltigkeit interessant. Im Sinne der Patient:innen sollte dabei der Fokus auf praxistauglichen Trainingsmodalitäten und häufigen, durch körperliches Training gut beeinflussbaren Krankheitsbildern liegen. Gleichzeitig lässt der aktuelle Erkenntnisstand zusammen mit der Vielfalt des Bergsports breiten Raum für die Berücksichtigung von persönlichen Präferenzen der Patient:innen, einem bekannten Schlüsselfaktor für die langfristige Adhärenz (Collado-Mateo et al. 2021; Seefeldt et al. 2002). Bei einer an die Umweltvoraussetzungen angepasster Ausübung entsprechend der eigenen körperlichen Verfassung und des eigenen Könnens ist von einem deutlich höheren Gesundheitspotenzial im Vergleich zum Risikopotenzial auszugehen.

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Bergsport in der Rehabilitation bei somatischen Störungsbildern

  • Anne Hecksteden,
  • Linda Rausch

摘要

Bergsport ist im Sinne von adaptiertem körperlichem Training in alpiner Umgebung eine wertvolle Option oder Ergänzung in der Rehabilitation somatischer Erkrankungen, deren Wirksamkeit und sichere Durchführbarkeit für breite Patient:innengruppen außer Frage steht. Eine generelle Überlegenheit gegenüber anderen Trainingsmodalitäten bzw. einer Durchführung im Flachland ist bisher allerdings nicht belegt. In Anbetracht der Plausibilität der Hypothese sollte dieses Forschungsdefizit dringlich in randomisierten kontrollierten Studien mit adäquater Fallzahl aufgearbeitet werden. Dabei sind sowohl die Effektivität der Rehabilitationsmaßnahme selbst als auch deren Nachhaltigkeit interessant. Im Sinne der Patient:innen sollte dabei der Fokus auf praxistauglichen Trainingsmodalitäten und häufigen, durch körperliches Training gut beeinflussbaren Krankheitsbildern liegen. Gleichzeitig lässt der aktuelle Erkenntnisstand zusammen mit der Vielfalt des Bergsports breiten Raum für die Berücksichtigung von persönlichen Präferenzen der Patient:innen, einem bekannten Schlüsselfaktor für die langfristige Adhärenz (Collado-Mateo et al. 2021; Seefeldt et al. 2002). Bei einer an die Umweltvoraussetzungen angepasster Ausübung entsprechend der eigenen körperlichen Verfassung und des eigenen Könnens ist von einem deutlich höheren Gesundheitspotenzial im Vergleich zum Risikopotenzial auszugehen.