Abenteuersportarten umfassen eine Vielzahl von Bergsportarten, wie Mountainbiken, Klettern und Freeriden, die durch ihre spezifischen Charakteristika einen positiven Einfluss auf entwicklungsspezifische Aspekte im Jugendalter haben können. Unter anderem durch ihre selbstorganisierte Natur ohne feste Zeiteinteilung bieten Abenteuersportarten die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung und zur Förderung psychosozialer Fähigkeiten, da sie Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit fördern. Durch die Entscheidungsprozesse bei der Beurteilung von Risiken, welche sowohl individuell als auch durch die objektiven Risiken im Zuge der Abenteuersportausübung beurteilt werden müssen, kann zudem die bei Jugendlichen erhöhte Neigung, Neues und Aufregendes zu erleben, auf eine positive Weise adressiert werden. Durch die naturnahe Sportausübung kann ein Naturbezug, welcher förderlich für das Umweltbewusstsein ist, erlebbar gemacht werden. Positive Beeinflussung von Parametern der psychischen Gesundheit wie erhöhtes Selbstwertgefühl und Resilienz werden in diesem Kapitel ebenfalls erläutert. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass Abenteuersportarten Unfall- und Verletzungsrisiken bergen. Diese treten zwar nicht unbedingt häufiger als in traditionellen Sportarten auf, können allerdings schwerwiegender sein. Durch die Entwicklung sportspezifischer Fähigkeiten und die Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen, wie z. B. dem Tragen von Schutzausrüstung, kann das Unfall- und Verletzungsrisiko verringert werden. Zudem sollten insbesondere bei Betreuungspersonen, die für Jugendliche verantwortlich sind, Kenntnisse über Einflussfaktoren auf die Risikobereitschaft, wie z. B. die Gruppendynamik unter Gleichaltrigen, in den Abenteuersportarten mitbedacht werden.

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Pädagogische Potenziale von Abenteuersportarten

  • Anika Frühauf,
  • Linda Rausch,
  • Martin Niedermeier,
  • Martin Kopp

摘要

Abenteuersportarten umfassen eine Vielzahl von Bergsportarten, wie Mountainbiken, Klettern und Freeriden, die durch ihre spezifischen Charakteristika einen positiven Einfluss auf entwicklungsspezifische Aspekte im Jugendalter haben können. Unter anderem durch ihre selbstorganisierte Natur ohne feste Zeiteinteilung bieten Abenteuersportarten die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung und zur Förderung psychosozialer Fähigkeiten, da sie Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit fördern. Durch die Entscheidungsprozesse bei der Beurteilung von Risiken, welche sowohl individuell als auch durch die objektiven Risiken im Zuge der Abenteuersportausübung beurteilt werden müssen, kann zudem die bei Jugendlichen erhöhte Neigung, Neues und Aufregendes zu erleben, auf eine positive Weise adressiert werden. Durch die naturnahe Sportausübung kann ein Naturbezug, welcher förderlich für das Umweltbewusstsein ist, erlebbar gemacht werden. Positive Beeinflussung von Parametern der psychischen Gesundheit wie erhöhtes Selbstwertgefühl und Resilienz werden in diesem Kapitel ebenfalls erläutert. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass Abenteuersportarten Unfall- und Verletzungsrisiken bergen. Diese treten zwar nicht unbedingt häufiger als in traditionellen Sportarten auf, können allerdings schwerwiegender sein. Durch die Entwicklung sportspezifischer Fähigkeiten und die Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen, wie z. B. dem Tragen von Schutzausrüstung, kann das Unfall- und Verletzungsrisiko verringert werden. Zudem sollten insbesondere bei Betreuungspersonen, die für Jugendliche verantwortlich sind, Kenntnisse über Einflussfaktoren auf die Risikobereitschaft, wie z. B. die Gruppendynamik unter Gleichaltrigen, in den Abenteuersportarten mitbedacht werden.