Sowohl Höhenbergsteigen als auch Alpinklettern sind Bergsportaktivitäten, die üblicherweise das Besteigen von (oft abgelegenen) Bergen zum Ziel haben. Während sich Höhenbergsteigen auf das Besteigen von Bergen in sehr großen Höhen (> 3500 m) bezieht, ist Alpinklettern nicht auf Höhen über 3500 m beschränkt, sondern wird oft auch in niedriger Höhe ausgeübt. Meist sind die technischen Anforderungen beim Alpinklettern höher als beim Höhenbergsteigen. Beide Bergsportaktivitäten weisen ein vergleichsweise hohes Risikopotenzial auf. Die Gründe dafür liegen vor allem in den herausfordernden Umgebungsbedingungen, wie dem reduziertem Sauerstoffpartialdruck in der Höhe, den extremen Wetter- und Umweltbedingungen und der Gefahr von Lawinen sowie Stein- und Eisschlag. Dadurch bestehen Gesundheitsrisiken wie Sturz, Verschüttung, Unterkühlung und höhenbedingte Krankheiten wie Höhenlungenödem und Höhenhirnödem. Deren Häufigkeit hängt von der Höhe, in der die Aktivität ausgeübt wird, und individuellen Faktoren ab. Die Sterblichkeitsraten beim Höhenbergsteigen variieren stark je nach Berg und Route, von 0,03 % am Kilimandscharo bis zu über 13 % am K2. Beim Alpinklettern liegt die Sterblichkeitsrate von 0,07 bis 0,6 Todesfällen pro 1000 Kletternde und Jahr.Das Gesundheitspotenzial von Höhenbergsteigen und Alpinklettern liegt nicht nur in der körperlichen Betätigung, die diese Aktivitäten mit sich bringen, sondern auch im psychischen Bereich, bedingt durch Naturerlebnisse und das Bewältigen von Herausforderungen. Dennoch bleiben sowohl Höhenbergsteigen als auch Alpinklettern risikoreiche Aktivitäten, deren Risiken jedoch durch geeignete Maßnahmen wie sorgfältige Planung, Akklimatisierung, körperliche und technische Vorbereitung sowie Nutzung moderner Ausrüstung reduziert werden können. Zusätzlich zur Beherrschung der Kletterschwierigkeiten und Sicherungstechniken ist besonders auf geeignete Schutzausrüstung und kontinuierliche Aufmerksamkeit im kombinierten Gelände zu achten.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Höhenbergsteigen und Alpinklettern

  • Martin Niedermeier,
  • Martin Burtscher

摘要

Sowohl Höhenbergsteigen als auch Alpinklettern sind Bergsportaktivitäten, die üblicherweise das Besteigen von (oft abgelegenen) Bergen zum Ziel haben. Während sich Höhenbergsteigen auf das Besteigen von Bergen in sehr großen Höhen (> 3500 m) bezieht, ist Alpinklettern nicht auf Höhen über 3500 m beschränkt, sondern wird oft auch in niedriger Höhe ausgeübt. Meist sind die technischen Anforderungen beim Alpinklettern höher als beim Höhenbergsteigen. Beide Bergsportaktivitäten weisen ein vergleichsweise hohes Risikopotenzial auf. Die Gründe dafür liegen vor allem in den herausfordernden Umgebungsbedingungen, wie dem reduziertem Sauerstoffpartialdruck in der Höhe, den extremen Wetter- und Umweltbedingungen und der Gefahr von Lawinen sowie Stein- und Eisschlag. Dadurch bestehen Gesundheitsrisiken wie Sturz, Verschüttung, Unterkühlung und höhenbedingte Krankheiten wie Höhenlungenödem und Höhenhirnödem. Deren Häufigkeit hängt von der Höhe, in der die Aktivität ausgeübt wird, und individuellen Faktoren ab. Die Sterblichkeitsraten beim Höhenbergsteigen variieren stark je nach Berg und Route, von 0,03 % am Kilimandscharo bis zu über 13 % am K2. Beim Alpinklettern liegt die Sterblichkeitsrate von 0,07 bis 0,6 Todesfällen pro 1000 Kletternde und Jahr.Das Gesundheitspotenzial von Höhenbergsteigen und Alpinklettern liegt nicht nur in der körperlichen Betätigung, die diese Aktivitäten mit sich bringen, sondern auch im psychischen Bereich, bedingt durch Naturerlebnisse und das Bewältigen von Herausforderungen. Dennoch bleiben sowohl Höhenbergsteigen als auch Alpinklettern risikoreiche Aktivitäten, deren Risiken jedoch durch geeignete Maßnahmen wie sorgfältige Planung, Akklimatisierung, körperliche und technische Vorbereitung sowie Nutzung moderner Ausrüstung reduziert werden können. Zusätzlich zur Beherrschung der Kletterschwierigkeiten und Sicherungstechniken ist besonders auf geeignete Schutzausrüstung und kontinuierliche Aufmerksamkeit im kombinierten Gelände zu achten.