Bergwandern und Trailrunning
摘要
Bergwandern und Trailrunning stellen die am häufigsten ausgeübten Bergsportarten dar und können prinzipiell ohne zusätzliche Ausrüstungsgegenstände, abgesehen von entsprechendem Schuhwerk, durchgeführt werden. Vermutlich aufgrund der evolutionären Entwicklung des Menschen (Jagen und Sammeln) handelt es sich hier um langfristig entwickelte Bewegungsformen mit hohem Gesundheitspotenzial. Bergwandern und Trailrunning erfordern ein koordiniertes Zusammenspiel von körperlichen, sensorischen und kognitiven Prozessen zur Anpassung an Gelände- und Umweltvoraussetzungen. Dadurch können nicht nur körperliche (muskuläre, Herz-Kreislauf- und atmungssystembezogene) Trainingseffekte erzielt werden, sondern es kommt auch zu positiven psychischen und sozialen Effekten. Dies kann einerseits durch den Kontakt mit der Natur bzw. der bergigen Umgebung, andererseits durch die Bewältigung einer komplexen Aufgabenstellung (etwa der Erreichung eines Ziels durch unebenes Terrain) – gegebenenfalls in einer sich gegenseitig unterstützenden Gruppe – erfolgen. Das Risikopotenzial besteht vor allem in den Folgen von möglichen Stürzen. Die meisten Verletzungen lassen sich an den unteren Extremitäten (Prellungen, Verstauchungen und Knochenbrüche) lokalisieren. Bei inadäquater Ausrüstung oder Fehleinschätzung von Wetter- und Geländebedingungen in Relation zu den eigenen Fähigkeiten kann es in seltenen Fällen auch zu schweren bis hin zu tödlichen Verletzungen kommen. Bei entsprechender Planung und umsichtiger Ausübung ist von einem deutlich höheren Gesundheitspotenzial im Vergleich zum Risikopotenzial auszugehen.