Balladeske Migrationen. Zu den romantischen Wanderungen und Wandlungen ,altschottischer‘ Lieder am Beispiel der Übertragung Henriette Schubarts
摘要
Am Beispiel romantischer Übersetzungen Sc(h)ottischer Balladen untersucht der Beitrag, u.a. in Auseinandersetzung mit den Schriften Achim von Arnims, Jacob und Wilhelm Grimms und Henriette Schubarts, die Formen und Funktionen des balladesken Transfers zwischen den Sprachen, Druck- und Sammlungsformaten und fragt nach den damit verknüpften Textmodifikationen, die sich von der Ästhetik der Texte bis hin zu ihrer Bezeichnung erstrecken. Nach kurzen Überlegungen zum Verhältnis von Migration und Balladentradition im Allgemeinen, mit Blick auf die Romantik im deutschsprachigen Raum im Speziellen, wird anhand der „romantic ballads“ The Cruel Sister, Earl Richard, The Lass of Lochroyan und The Gay Goss Hawk und ihren Übertragungen gezeigt, wie (a) der textuelle Transfer von mündlicher Tradierung zur schriftlichen Textur, (b) von englischsprachiger Vorlage zur deutschen Übersetzung funktioniert und (c) von diversen Übersetzungs- und Herausgeberinstanzen funktionalisiert wird.