In diesem Kapitel soll es darum gehen, Alternativen aufzuzeigen für Settings und/oder Patienten, für die ein komplettes GAS nicht in Frage kommt. Das Goal Attainment Scaling ist der Gold-Standard in der Zielfestlegung mit allen in Kap.  7 beschriebenen Vorteilen, aber auch Nachteilen. Der gewichtigste Nachteil ist der Zeitaufwand, von dem man sich nicht zu schnell abschrecken lassen sollte, wenn man sich bewusst macht, welche Vorteile und eventuell spätere Zeitersparnis das GAS auch bereithalten kann. Da das GAS aber nur eine Möglichkeit ist, die Zielorientierung in die Psychotherapie zu implementieren, sollen in diesem Kapitel viele Anregungen gegeben werden für weitere Möglichkeiten, die Zielorientierung auch ohne GAS nicht aus den Augen zu verlieren. Eine Warnung vorab: Dieses Kapitel könnte zu Verwirrung führen, da einige der beschriebenen Strategien den Ausführungen in Kap.  3 zu guten Therapiezielen widersprechen. Der Widerspruch lässt sich auflösen, wenn man sich die übergeordnete Botschaft vor Augen führt: Jede Art von Zielorientierung ist besser als keine Zielorientierung. Daher steht dieses Kapitel zum einen im Zeichen der realistischen Planung eines psychotherapeutischen Verlaufs, der auch für Nicht-Lehrbuch-Patienten hilfreich sein kann, zum anderen im Zeichen der Versorgungsrealität, dass nicht immer ausreichend Ressourcen vorhanden sind, um eine Lehrbuch-Zielfestlegung mit dem GAS umzusetzen. Die folgende Strategien-Sammlung ist eine bunte Mischung aus verschiedenen Anregungen, die hoffentlich dabei hilft, Zielorientierung in ganz verschiedener Art und Weise zu denken und umzusetzen, statt nur mit der einen Variante des GAS.

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Alternative Strategien für die Arbeit mit Zielen

  • Sonja Wahl

摘要

In diesem Kapitel soll es darum gehen, Alternativen aufzuzeigen für Settings und/oder Patienten, für die ein komplettes GAS nicht in Frage kommt. Das Goal Attainment Scaling ist der Gold-Standard in der Zielfestlegung mit allen in Kap.  7 beschriebenen Vorteilen, aber auch Nachteilen. Der gewichtigste Nachteil ist der Zeitaufwand, von dem man sich nicht zu schnell abschrecken lassen sollte, wenn man sich bewusst macht, welche Vorteile und eventuell spätere Zeitersparnis das GAS auch bereithalten kann. Da das GAS aber nur eine Möglichkeit ist, die Zielorientierung in die Psychotherapie zu implementieren, sollen in diesem Kapitel viele Anregungen gegeben werden für weitere Möglichkeiten, die Zielorientierung auch ohne GAS nicht aus den Augen zu verlieren. Eine Warnung vorab: Dieses Kapitel könnte zu Verwirrung führen, da einige der beschriebenen Strategien den Ausführungen in Kap.  3 zu guten Therapiezielen widersprechen. Der Widerspruch lässt sich auflösen, wenn man sich die übergeordnete Botschaft vor Augen führt: Jede Art von Zielorientierung ist besser als keine Zielorientierung. Daher steht dieses Kapitel zum einen im Zeichen der realistischen Planung eines psychotherapeutischen Verlaufs, der auch für Nicht-Lehrbuch-Patienten hilfreich sein kann, zum anderen im Zeichen der Versorgungsrealität, dass nicht immer ausreichend Ressourcen vorhanden sind, um eine Lehrbuch-Zielfestlegung mit dem GAS umzusetzen. Die folgende Strategien-Sammlung ist eine bunte Mischung aus verschiedenen Anregungen, die hoffentlich dabei hilft, Zielorientierung in ganz verschiedener Art und Weise zu denken und umzusetzen, statt nur mit der einen Variante des GAS.