E.T.A. Hoffmann sendet Ende 1821 das Manuskript seiner Erzählung Meister Floh zu seinem Verleger Wilmans nach Frankfurt am Main. Der Berliner Polizeipräsident Kamptz, der von Gerüchten gehört hat, dass der Autor ihn verspottet und aus Staatsakten zitiert habe, sendet einen Agenten nach Frankfurt, der das Manuskript im Haus des Verlegers beschlagnahmt. Durch diesen Akt wird Hoffmanns Literatur zu den Akten gegeben, und Akten, die Hoffmann bearbeitet hat, gehen ein in die Literatur. Es entsteht ein Magnetfeld, in dem der Autorenname ausgelöscht werden soll. Die vollständige Erzählung wird erst 1908 aus den Akten des preußischen Staatsarchivs veröffentlicht, samt einem Hinweis der Philologen, dass das Vorgehen des preußischen Staates rechtens gewesen sei.

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E.T.A. (W.) Hoffmann: Akten und Literatur

  • Michael Rohrwasser

摘要

E.T.A. Hoffmann sendet Ende 1821 das Manuskript seiner Erzählung Meister Floh zu seinem Verleger Wilmans nach Frankfurt am Main. Der Berliner Polizeipräsident Kamptz, der von Gerüchten gehört hat, dass der Autor ihn verspottet und aus Staatsakten zitiert habe, sendet einen Agenten nach Frankfurt, der das Manuskript im Haus des Verlegers beschlagnahmt. Durch diesen Akt wird Hoffmanns Literatur zu den Akten gegeben, und Akten, die Hoffmann bearbeitet hat, gehen ein in die Literatur. Es entsteht ein Magnetfeld, in dem der Autorenname ausgelöscht werden soll. Die vollständige Erzählung wird erst 1908 aus den Akten des preußischen Staatsarchivs veröffentlicht, samt einem Hinweis der Philologen, dass das Vorgehen des preußischen Staates rechtens gewesen sei.