„Abraham Accords“: Israel und die Arabische Halbinsel
摘要
Die Abraham Accords markierten einen historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Staaten und eine Neuausrichtung der jeweiligen bilateralen Beziehungen. Die Abkommen, welche 2020 zunächst zwischen Israel einerseits und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain und später Marokko und dem Sudan andererseits geschlossen wurden, waren von den USA vermittelt worden. Sie sind kein einzelnes Vertragswerk, sondern vielmehr eine Reihe von tri- und bilateralen Erklärungen, Verträgen und Abkommen. Zum Verständnis ist zunächst eine Auseinandersetzung mit der wechselvollen Geschichte der Beziehungen zwischen Israel und zentralen arabischen Staaten unerlässlich. Dieser Blick auf die israelisch-arabischen Beziehungen erklärt, warum die Abraham Accords insbesondere aufgrund einer veränderten machtpolitischen Konstellation im MENA-Raum zustande kamen. Ihr ging ein Paradigmenwechsel in der außenpolitischen Orientierung arabischer Staaten voraus.