„Bei Gott, Herr Abt, wie schlecht sie unsere Russen kennen“. Instrumentalisierung des Unzivilisierten in der Voyage en Sibérie erläutert anhand des Promiskuitätsvorwurfs
摘要
Im vorliegenden Beitrag soll das im 18. Jahrhundert populäre Reisebuch Voyage en Sibérie unter dem Gesichtspunkt einer in ihm stattfindenden Fremdzuschreibung von Verbrechen wider die Natur, genauer: Verbrechen wider die Menschennatur, betrachtet und hinsichtlich einer möglichen politischen Funktionalisierung des französisch-russischen Verhältnisses der Zeit beleuchtet werden. Es soll also einerseits geklärt werden, was innerhalb dieses Reisebuchs genau als Verbrechen interpretiert werden kann, und andererseits, inwiefern die Zuschreibung jenes Verbrechens von weltpolitischer Relevanz gewesen sein könnte.