Von Satiren, Schmähschriften und Policey
摘要
Ein zentraler Aspekt in Johann Michael Moscheroschs Roman Reformation (1650) betrifft die problematischen Rahmenbedingungen und Legitimationsstrategien sowie die juristisch vorgegebenen Limitierungen satirischer Aggression. Moscheroschs Texte bewegen sich nicht selten im brisanten und kontrovers diskutierten Grenzgebiet von zulässiger Satire und unzulässiger Schmähschrift. So liegt es nahe, sein Werk mit einem Blick auf die rechtlichen Regelungen des 16. und 17. Jahrhunderts zum Pasquill zu analysieren. Dabei spielt für Moscherosch, der ein Jahrzehnt als Justizbeamter am Policey-Gericht in Straßburg tätig war, die für die Stadt relevante Policey-Ordnung von 1628 eine wichtige Rolle.