Wertschöpfung in der chemischen Industrie
摘要
In den vorangegangenen 19 Kapiteln wurden verschiedene Aspekte der Technischen Chemie bei der Entwicklung von industriellen Prozessen und großtechnischen Produkten betrachtet. Diese Prozesse und Produkte wurden entwickelt, damit Unternehmen Gewinne erzielen. In diesem Kapitel werden die betriebswirtschaftlichen Grundlagen erläutert, die in der chemischen Industrie für Forschung, Anlagenbau und zukünftige Entwicklungen richtungsweisend sind (Abb. 20.1). Ein zentraler Begriff für den Erfolg eines Unternehmens ist die Wertschöpfung. Sie ist die Differenz aus der Gesamtleistung, die dem Wert der hergestellten Waren entspricht, und der Vorleistung, die den Kosten für die Herstellung der Waren entspricht (Gl. (20.1)). 20.1 \(\begin{aligned} & \begin{aligned}\displaystyle\text{Wertsch\"{o}pfung}=&\displaystyle\text{Gesamtleistung}\\ \displaystyle&\displaystyle{}-\text{Vorleistungen}.\end{aligned}\end{aligned}\) 20.2 \(\begin{aligned} & \text{Gewinn}=\text{Umsatz}-\text{Kosten}.\end{aligned}\) Die Wertschöpfung beschreibt also den Mehrwert (engl. added value), den ein Unternehmen durch die Produktion von beispielsweise Acrylsäure oder anderen Chemikalien schaffen kann. Ein anderes Wort für Wertschöpfung ist auch Gewinn (Gl. (20.2)). In Tab. 20.1 ist die Wertschöpfung des derzeit größten Chemieunternehmens, der BASF SE, aufgezeigt (Stand: 2022). Die Abkürzung SE steht in diesem Fall für „Societas Europaea“, also für eine europäische Gesellschaft.