Eine chemische Produktionsanlage lässt sich am übersichtlichsten als Fließbild darstellen, vergleichbar vielleicht mit einem Stadtplan oder besser noch mit einem elektrischen Schaltplan (Abb. 10.1). Je nachdem, ob man die wesentlichen Informationen mit einem Blick erfassbar darstellen möchte oder sämtliche Detailinformationen zusammengefasst verfügbar haben will, gibt es sehr unterschiedliche Ausführungsformen von Fließbildern. Im Grundfließbild, auch „Prinzipschema“ genannt, werden die wesentlichen Anlagenteile und Stoffströme als Kästchenschema (Blockschema, engl. block flow diagram) dargestellt (Abb. 10.2). Die Informationen sind also auf das Minimum reduziert, um sofort einen Überblick zu bekommen. Wie die einzelnen Anlagenteile tatsächlich realisiert sind, ist nicht erkennbar. Das Beispiel in Abb. 10.2 zeigt die Herstellung von Styrol durch Dehydrierung von Ethylbenzol (chemische Reaktionen siehe Abschn. 15.3.1, Abb. 15.11 und 15.12). Die Angaben zur Anlage beschränken sich hier darauf, dass eine Reaktion mit anschließender Trennung stattfindet (was für nahezu jede chemische Umsetzung zutrifft). Der Hauptstoffstrom vom Edukt zum Produkt kann wie hier durch die Linienstärke und Schriftgröße hervorgehoben werden. Weiterhin ist angegeben, dass Ethylbenzol abgetrennt und zum Reaktor zurückgeführt wird, dass also in der Reaktion nicht alles Edukt umgesetzt wird. Außerdem fallen bei der Trennung Nebenprodukte an.

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Fließbilder

  • Arno Behr,
  • David W. Agar,
  • Andreas J. Vorholt,
  • Jakob Jörissen

摘要

Eine chemische Produktionsanlage lässt sich am übersichtlichsten als Fließbild darstellen, vergleichbar vielleicht mit einem Stadtplan oder besser noch mit einem elektrischen Schaltplan (Abb. 10.1). Je nachdem, ob man die wesentlichen Informationen mit einem Blick erfassbar darstellen möchte oder sämtliche Detailinformationen zusammengefasst verfügbar haben will, gibt es sehr unterschiedliche Ausführungsformen von Fließbildern. Im Grundfließbild, auch „Prinzipschema“ genannt, werden die wesentlichen Anlagenteile und Stoffströme als Kästchenschema (Blockschema, engl. block flow diagram) dargestellt (Abb. 10.2). Die Informationen sind also auf das Minimum reduziert, um sofort einen Überblick zu bekommen. Wie die einzelnen Anlagenteile tatsächlich realisiert sind, ist nicht erkennbar. Das Beispiel in Abb. 10.2 zeigt die Herstellung von Styrol durch Dehydrierung von Ethylbenzol (chemische Reaktionen siehe Abschn. 15.3.1, Abb. 15.11 und 15.12). Die Angaben zur Anlage beschränken sich hier darauf, dass eine Reaktion mit anschließender Trennung stattfindet (was für nahezu jede chemische Umsetzung zutrifft). Der Hauptstoffstrom vom Edukt zum Produkt kann wie hier durch die Linienstärke und Schriftgröße hervorgehoben werden. Weiterhin ist angegeben, dass Ethylbenzol abgetrennt und zum Reaktor zurückgeführt wird, dass also in der Reaktion nicht alles Edukt umgesetzt wird. Außerdem fallen bei der Trennung Nebenprodukte an.