In der Konzeptualisierung von Lebenssinn wird Zugehörigkeit als existenzielle Erfahrung verstanden, einen Platz auf dieser Welt zu haben, Teil von etwas zu sein, das über das Selbst hinausgeht. Als solche ist die Erfahrung der Zugehörigkeit eine Antwort auf die grundlegende Erfahrung der Trennung zwischen Selbst und Welt, die der Psychotherapeut Irvin Yalom als existenzielle Isolation bezeichnet. Wenn wir von der existenziellen zur psychologischen Perspektive wechseln, dann steht Zugehörigkeit für soziale Einbindung. So definieren Baumeister und Leary (1995, S. 522) Zugehörigkeit als „starken Wunsch, dauerhafte zwischenmenschliche Bindungen zu bilden und zu erhalten“. Solche Bindungen manifestieren sich in Form von Familie, Partnerschaft oder Freundschaft, oder auch als Zugehörigkeit zu verschiedenen Kollektiven. Die sinnstiftende Bedeutung der sozialen Dimension steht in diesem Kapitel im Vordergrund.

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Die soziale Dimension des Lebenssinns

  • Tatjana Schnell

摘要

In der Konzeptualisierung von Lebenssinn wird Zugehörigkeit als existenzielle Erfahrung verstanden, einen Platz auf dieser Welt zu haben, Teil von etwas zu sein, das über das Selbst hinausgeht. Als solche ist die Erfahrung der Zugehörigkeit eine Antwort auf die grundlegende Erfahrung der Trennung zwischen Selbst und Welt, die der Psychotherapeut Irvin Yalom als existenzielle Isolation bezeichnet. Wenn wir von der existenziellen zur psychologischen Perspektive wechseln, dann steht Zugehörigkeit für soziale Einbindung. So definieren Baumeister und Leary (1995, S. 522) Zugehörigkeit als „starken Wunsch, dauerhafte zwischenmenschliche Bindungen zu bilden und zu erhalten“. Solche Bindungen manifestieren sich in Form von Familie, Partnerschaft oder Freundschaft, oder auch als Zugehörigkeit zu verschiedenen Kollektiven. Die sinnstiftende Bedeutung der sozialen Dimension steht in diesem Kapitel im Vordergrund.