Aktivierung und Aufmerksamkeitslenkung
摘要
Seit Beginn der Forschung wird auf eine tendenziell niedrige zentralnervöse AktivierungZentralnervöse Aktivierung bei den Kindern mit ADHS hingewiesen, beispielsweise produzieren die Kinder „flache“ Hirnwellen, wenn sie in einem PC-gesteuerten Aufmerksamkeitstest punktgenau reagieren sollen. Aus ihren Hirnwellen ist zu ersehen, dass sie sich den Zielreizen nur unzureichend zuwenden. Daraus schloss man, dass die Kinder entweder nicht willens oder nicht in der Lage waren, ihre Aufmerksamkeit auf die relevanten Inhalte zu richten. Solche Befunde werden auch mit Verfahren der Magnetresonanztomografie (MRT) bestätigt. Sie untersuchen nicht nur einzelne Gehirnwellen, sondern die Aktivierung von größeren Hirnarealen entweder im Gehirn oder auf seiner Oberfläche (Neokortex). Die Ergebnisse veranschaulichen, dass Personen mit ADHS größere Teile des Gehirns in Ruhestand versetzen, obwohl diese Hirnareale für die Aufgabe benötigt werden. Darin unterscheiden sie sich deutlich von unauffälligen Personen. Wenn die Aufmerksamkeit aber nicht auf die Aufgabe gerichtet ist, worauf dann? Die Theoretiker bringen in diesem Zusammenhang „wohliges“ TagträumenTagträumen ins Spiel. Daher der Begriff des Ruhezustandsnetzwerkes. Man könnte denken, dass es sich bei den „flachen Hirnwellen“ und dem ungeeigneten Ruhezustand um unveränderliche biologische Ursachen der ADHS handelt. Dem ist nicht so, weil sowohl die flachen Hirnwellen als auch der unpassende Ruhezustand aktives Verhalten sind. Das heißt, das Kind zeigt diese Merkmale nicht mehr, wenn es beispielsweise positive Verstärkung erhält, wenn es Rückmeldungen über die Richtigkeit seiner Lösung bekommt oder wenn es die Aufgaben gut beherrscht. Es handelt sich also nur um einen momentanen Zustand.