Durch Schriftsteller und Poetiker des 7. und nachfolgender Jahrhunderte – beginnend mit Daṇḍin, Subandhu und Bāṇa – haben wir Kunde von einem offenbar schon damals sagenumwobenen Werk, das in mehrfacher Hinsicht als einzigartig innerhalb der indischen Literatur dasteht. Aus den verstreuten Hinweisen und Anspielungen wissen wir, daß es weder in Sanskrit, wie dies gemeinhin der Fall war, noch in einer der literarisch akzeptierten mittelindischen Sprachen, den sogenannten Prakrits, verfaßt war, sondern in Paiśācī, einer dem Osten Indiens zugehörenden Literatursprache, damals auch als „Sprache der Dämonen“ bezeichnet.

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Ein indischer Märchenroman: Die Bṛhatkathā

  • Thomas Oberlies

摘要

Durch Schriftsteller und Poetiker des 7. und nachfolgender Jahrhunderte – beginnend mit Daṇḍin, Subandhu und Bāṇa – haben wir Kunde von einem offenbar schon damals sagenumwobenen Werk, das in mehrfacher Hinsicht als einzigartig innerhalb der indischen Literatur dasteht. Aus den verstreuten Hinweisen und Anspielungen wissen wir, daß es weder in Sanskrit, wie dies gemeinhin der Fall war, noch in einer der literarisch akzeptierten mittelindischen Sprachen, den sogenannten Prakrits, verfaßt war, sondern in Paiśācī, einer dem Osten Indiens zugehörenden Literatursprache, damals auch als „Sprache der Dämonen“ bezeichnet.