Der Beitrag untersucht das Potential machtreflexiver Konfliktorientierung als dezidiert hegemoniekritischem Zugang zu literarischer Europabildung. Dabei wird die heteroglossische Anlage multiperspektivischer Dramentexte genutzt, um gesellschaftlich dominante Vorstellungen einer homogenen europäischen Identität kritisch zu hinterfragen und bestehende Marginalisierungsprozesse hinsichtlich alternativer Perspektiven auf Europa sichtbar zu machen. Im Rückgriff auf Julliens Konzept der kulturellen Ressourcen plädiert der Beitrag in der Folge dafür, das Potential literarischer Texte zu nutzen, um Europa in seiner gesamten Ambiguität abzubilden und im Sinne einer Europabildung von unten dabei die Frage aufzuwerfen, wie sich gängige Europanarrative verändern, wenn sie literarisch mit marginalisierten, gegenhegemonialen Perspektiven auf Europa konfrontiert werden.

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Machtreflexive Konfliktorientierung als Ansatz literarischer Europabildung

  • Paul Bräutigam

摘要

Der Beitrag untersucht das Potential machtreflexiver Konfliktorientierung als dezidiert hegemoniekritischem Zugang zu literarischer Europabildung. Dabei wird die heteroglossische Anlage multiperspektivischer Dramentexte genutzt, um gesellschaftlich dominante Vorstellungen einer homogenen europäischen Identität kritisch zu hinterfragen und bestehende Marginalisierungsprozesse hinsichtlich alternativer Perspektiven auf Europa sichtbar zu machen. Im Rückgriff auf Julliens Konzept der kulturellen Ressourcen plädiert der Beitrag in der Folge dafür, das Potential literarischer Texte zu nutzen, um Europa in seiner gesamten Ambiguität abzubilden und im Sinne einer Europabildung von unten dabei die Frage aufzuwerfen, wie sich gängige Europanarrative verändern, wenn sie literarisch mit marginalisierten, gegenhegemonialen Perspektiven auf Europa konfrontiert werden.