Krisen der Werkherrschaft in der Klassischen Moderne
摘要
Um 1900 hatte sich das Übersetzungsrecht dank der Berner Übereinkunft (1886) auf den wichtigsten europäischen Buchmärkten durchgesetzt. Allerdings mussten die Autorinnen und Autoren ihre Rechte in der Regel ohne die Hilfe von Agenturen oder Verlagen vergeben und verwalten. Arthur Schnitzler und Stefan Zweig sind dafür gute Beispiele. Die internationale Kontrolle über das Werk musste mit großem Aufwand durchgesetzt werden. Diese Phase, die in Deutschland 1933 endet, war geprägt durch das Aufkommen neuer Medien wie Film und Rundfunk und damit verbundenen neuen Lizenzmöglichkeiten. Im Zeitalter der Medienkonvergenz geriet die neu etablierte Werkherrschaft in eine Krise. Diese These wird u.a. anhand einer Analyse der medientheoretischen Schriften Bertolt Brechts und seiner praktischen Verwertungsversuche der Dreigroschenoper illustriert.